Ein Hund?

Warum ein Hund?

Viele Rassen wurden mit viel Liebhaberei gezüchtet, einige haben sogar heute noch Funktionen. Nicht jeder Hund kann jeden Job erledigen. Terrier sind nur begrenzt geeignet, um Schafe zu hüten, Bernhardiner passen nur in Ausnahmefällen in einen Fuchsbau. Der Beagle ist kein idealer Blindenführhund, wohingegen mir kein Wippet als Drogenspürhund bekannt ist. Aber der richtige Hund an der richtigen Stelle ist schon ein Erlebnis.

Dummerweise haben heutzutage die wenigsten Hunde noch einen Job. Vielmehr ‚besitzt’ man heutzutage Hunde aus anderen Gründen.

Man kann auch sagen: Hunde sind eigentlich ein Anachronismus. Viele Menschen hegen keine Sympathie für Hunde und wir sitzen ziemlich eng aufeinander. Hunde machen Krach, Hunde können gefährlich sein. Hunde machen Dreck und stinken. Versuchen Sie mal mit dem Hund Bahn zu fahren. Suchen Sie eine Wohnung als Hundehalter. Oder gehen Sie mit ihm auf einen Kinderspielplatz. Sie wissen was ich meine…

copyright by Der Hundekindergarten Rolf Stucke 2012

Und dennoch gibt es immer noch Menschen, die sich einen Hund zulegen. Oftmals, weil sie es gewohnt sind und mit Hunden aufgewachsen sind. Manchmal, weil es für sie einfach zu einer perfekten Familie dazu gehört. Oder auch nur, weil sie sich einsam fühlen.

Der eigentliche Grund, warum wir uns einen Hund halten, ist aber Folgender:

Bei all den Knüppeln, die man heutzutage zwischen die Hundebeine geworfen bekommt, als da wären Zeitaufwand, Leinenzwang, Hundesteuer, pöbelnde Nachbarn und so weiter…

Bei allem, was gegen die Haltung eines Hundes spricht, spricht doch in erster Linie eines dafür:

Der Hund gibt dir Liebe. Und das nicht zu knapp. Spürbare, erlebbare Liebe, die gegensteuert gegen den Stress, den wir uns heute jeden Tag antun. Er beruhigt die Seele und führt einem Glückshormone zu. Wenn man als normal denkender Mensch auch nur halbwegs empfänglich ist für die Zuneigung, die uns unser Hund entgegenbringt, lohnt sich jede Investition an Geld, Zeit und Nerven in diese Beziehung.

 

Ein bekannter deutscher Schauspieler hat einmal folgenden Ausspruch geprägt: „ Natürlich kann man ohne Hund leben - Es lohnt sich nur nicht.“

Dem kann ich nicht viel hinzufügen…